Beitrags-Archiv für die Kategory 'Bild des Monats'

Bild des Monats

Montag, 2. Februar 2009 10:45

“Herr Bär, Sie haben einen Mönch in einem Schlachthof gemalt?”

Bär: “Jojo. Als Künstler muss man ja originell sein. Ne Mönch am Meer hätt ja schon dä Caspar David Friedrich jemalt. Wenn ich dat jetz auch jemalt hätte, dann hätten se alle jesacht, däm Bär is widder nix einjefallen, dä mäht jetzt Retro-Kunst. Ävver ne Mönch em Schlachthof, dat is als Motiv in der Malerei wat absolut Neues”.


Karl-Josef Bär/Jürgen Raap “Die Perlen der Erkenntnis”, Acryl auf Leinwand”, 50 x 70 cm, 2009

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Montag, 1. Dezember 2008 9:54

“Herr Bär, das ist ja mal was ganz anderes?”

Bär: “Jojo, ich han mir jedacht, malste mal ‘ne Pilgertour als Achterbahnfahrt… Damit unterlaufe ich janz subversiv dat ganze blöde Weihnachtsrummelgedöns… wenn de dir vorstells, du fährst da met dä Achterbahn mit, kütt dir bestimmt dä janze Glühwein widder hoch.”

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Samstag, 1. November 2008 9:34

“Herr Bär, was macht der einsame Güterwaggon dort auf dem ehemaligen Ehrenfelder Verschiebebahnhof?”


Bär: “Do hätt dä Vorstand der Deutschen Bahn seine Bonuszahlungen drin versteckt. Die han Angst, dat Jeld op de Bank zu bringen. Man weiß ja heute bei denne Banken nie, ob dat Jeld dann nit fott is.”


“Aber auf einem Verschiebebahnhof? D
a denkt natürlich jeder, die würden das Geld verschieben! Die Manager haben doch alle einen so schlechten Ruf!”

Bär. “Enä! Dä Verschiebebahnhof is doch längst stilljelegt. Da kannste nix mehr verschieben!”

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Dienstag, 2. September 2008 9:47

“Herr Bär, Sie haben eine Harfenspielerin gemalt?”

Bär: “Jojo, ich hätte ja stattdessen auch ‘ne Tröötemann malen können. Ävver dann hätten sich die Nachbarn beschwert, über dat laute Getröte vun däm. Da is ‘ne Harfe schon wat dezenter…”

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Freitag, 1. August 2008 8:20

“Herr Bär, was soll das denn? Dieses Bild heißt ‘Bei Lichte besehen’. Wieso nennen Sie es nicht einfach ‘Frau mit Hund’?

Bär: “Enä, dat wör jo en saublöde Idee. Man sieht doch, wat da drauf is. Dat muss dä Titel doch nit auch noch beschreiben. Nachher meinen die Leute noch, ich würde sie für doof halten, dat die nit erkennen können, dat dat ne Frau mit nem Hungk is…”

“Und was soll der Titel nun ausdrücken?”

Bär: “Dat Zufallsprinzip. Ich schreibe die Titel auf, wie sie mir gerade einfallen, und anschließend male ich dat Bild, und dat kritt dann den ersten Titel vepasst, den ich auf meiner Liste notiert habe. Dat nächste Bild zum Beispiel wird ‘Der Held der Stunde heißen’, un ich weiß jetzt noch janit, wat da drauf sein wird.”

“In unserem Zeitalter der Diskurs-Kunst haben Sie dafür bestimmt auch eine konzeptuelle Begründung?”

Bär: “Ja, klar, sowat musste heute als Künstler unbedingt mitliefern…. Der symbolistische Dichter Stephane Mallarmé hat mal jesacht: ‘Niemals wird ein Würfelwurf den Zufall abschaffen.’

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Dienstag, 1. Juli 2008 13:20

“Herr Bär, Sie haben ein Eisbüdchen gemalt?”
Bär: “Jojo, jetzt im Sommer kommt dat jut an beim Publikum.”

“Aber das blaue Fähnchen links zeigt gar keine Eisreklame!”

Bär: “Dat is eine vermietbare Werbefläche. Wenn ein Speiseeiskonzern auf däm Fähnchen seinen Schriftzug sehen will, muss dä dafür löhnen. Un wenn dä Vertrag ausgelaufen is, übermale ich dat Fähnchen wieder”.

“Und es hat sich noch niemand gemeldet?”

Bär. “Doch, aber kein Speiseeishersteller. Sondern die Deutsche Post. Die wollen ja jetzt überall ihre Postfilialen schließen un da han die bei mir angefragt:Herr Bär, können Se en däm Eisbüdchen nit auch Briefmarken verkaufen? Ävver dat han ich abgelehnt. Nachher kommen alle Postkunden zu mir und beschweren sich, dat dä Briefträger wieder unpünktlich war oder die Briefe verschusselt hat. Darunter würde dat Bild leiden. Deswegen lasse ich dat Fähnchen lieber leer.”

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Sonntag, 22. Juni 2008 10:00

“Herr Bär, Sie haben einen Fluss mit niedrigem Wasserstand gemalt?”

Bär: “Jojo, bei däm niedrigen Wasserstand braucht man eigentlich die Brücke janit. Da kannste einfach so mit hochgekrempelten Hosenbeinen durch dat Wasser waten.”

“Und wieso hat man die Brücke trotzdem gebaut?”

Bär: “Et könnt ja auch mal Hochwasser kommen. Man weiß et ja nit.”

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Sonntag, 1. Juni 2008 9:53

“Herr Bär Sie haben eine verschwundene Prinzessin gemalt?”

Bär: “Enä, keine verschwundene, sondern eine verwunschene. Die ist verwunschen, aber nit verschwunden. Dat sieht man doch!”

“Hm, hm, nicht unbedingt, Herr Bär, was ist denn nun das Verwunschene an der Prinzessin?”

Bär: “Dat erklärt gerade auf dem Bild der eine Mann dem anderen. Der sagt: Loor ens, do kütt die verwunschene Prinzessin. Pass bloß op, dat dich die Prinzessin nit küsst, sonst siehst du hinterher aus wie ‘ne Frosch!”

“Aber Herr Bär, das ist doch genau umgekehrt! Die Prinzessin küsst einen Frosch, und der verwandelt sich in einen Prinzen!”

Bär: “Jo? Also, ich han direkt dat Jefühl jehabt, dat mit dem Bild irgendwat nit stimmt!”

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Sonntag, 18. Mai 2008 17:08

“Herr Bär, Sie haben den Kurpark von Bad Wildungen gemalt?”

Bär: “Jojo. Leicht verschwommen sieht man in der Bildmitte dat Kurparkorchester, wie et gerade die ‘Böhmische Polka’ von Johann Strauß spielt.”

“Welch herrlicher Musikgenuss, Herr Bär!”

Bär: “Enä! Gleich neben dem Kurpark ist nämlich eine Ramba-Zamba-Kneipe, un dort hätt ein Alleinunterhalter seine Anlage soweit aufgedreht, dat däm singe Gesang auch noch im ganzen Kurpark zu hören is”.

“Was singt der denn, Herr Bär?”

Bär: “Zuerst hätt dä einen Sechziger-Jahre-Hit jesungen, My Baby Baby balla balla. Dat jing ja noch. Ävver dann hat der anschließend versucht, von den Höhnern ‘ Viva Colonia’ anzustimmen. In Bad Wildungen! Ein hessischer Entertainer! Beim Refrain fiel ihm dann auf, dat dä ja kein kölsch kann, un deswegen wechselte dä erst ins Hochdeutsche und dann ins Hessische. Dat hat sich grauenhaft angehört!”

“Bad Wildungen, wie es singt und klingt. Aber was hat Bad Wildungen denn sonst noch für Attraktionen, Herr Bär?”

Bär: “Das ‘Tanzcafé Bolero’ im Stadtteil Reinhardshausen zum Beispiel. Da is jeden Dienstag Damenwahl. Auf einem Plakat steht: ‘Jede Dame, die es schafft, einen Herrn auf die Tanzfläche zu bringen, kriegt eine Rose geschenkt’!”

“Da muss der Wirt aber viele Rosen verschenken! Das kostet den bestimmt ein Vermögen!”

Bär: “Enä! Überhaupt nicht! Gleich nebenan is nämlich die urologische Klinik, und da sagen die Ärzte ihren Patienten, wer gerade an dä Prostata operiert ist, dä soll ein halbes Jahr lang nicht Radfahren, hüpfen, springen oder tanzen. Deswegen gehen die Patienten us dä Klinik nicht ins ‘Tanzcafé Bolero’, sondern lieber in eine andere Remmi Demmi-Kneipe namens ‘Rudys Saustall’, wo freitags un samstags immer Grillabend ist. Die Spezialität vum Rudy is gegrillter Schweinebauch… da ist immer wat los… Wenn de in dä Klinik vier Wochen lang Schonkost essen und dabei abnehmen sollst, dann is dat eine willkommene Alternative… Schon dä Kardinal Frings soll ja jesacht haben: Man muss auch mal ein Opfer auslassen können…”

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Dienstag, 15. April 2008 11:53

Herr Bär, Sie haben die Kölner Natur gemalt?”

Bär: “Jojo, im Vordergrund sieht man deutlich ne Ausschnitt vum Stadtwald”.

“Das sieht aber sehr nach Wildwuchs aus?”

Bär: “Jojo, ävver dat musste nit mir sagen, sondern denne Kraate em Grünflächenamt. Die sin widder ze fuul, um mal dat Unkraut zu jäten. Typisch Stadt Köln. Ävver dä Fritz Schramma hat ja jetzt die Aktion ‘Kölle putzmunter’ ins Leben gerufen. Da fahren lauter Freiwillige als Putzkolonne in dä Stadtwald, um dat wildwuchernde Unkraut ze jäten. Die sin schon unterwegs. Die sitzen jetz all en dä Straßenbahn.”

“Und der schneebedeckte Berg im Hintergrund?”

Bär: “Dat is dä Drachenfels im Zustand vor der Gletscherschmelze. Später han se dä Gletscher avgeschmolze, um am Drachenfels ‘ne Steinbruch anzulegen, weil se Basaltsteine för dä Kölner Dom da raushauen wollten. Un die Basaltsteine han se dann met denne Kähne nach Köln transportiert, die da am Rheinufer rumliegen, direkt neben dä Straßenbahnlinie.”

“Die Kähne liegen da aber sehr unordentlich herum!”

Bär: “Jojo, manchmal parken die ihre Kähne sogar mitten auf den Schienen. Dann muss die KVB den Colonia Abschleppdienst anrufen… Aber in Köln is ja alljemein bekannt, dat die Linie 11 immer Verspätung hat, weil da meistens ne Rheinkahn op denne Schiene erömlitt.”

“Auf Ihrem Bild aber nicht, Herr Bär”.

Bär: “Ich hab dat ja jemalt, wie dä Colonia Abschleppdienst gerade mit dem abgeschleppten Kahn wegjefahren is. Da bin ich ze spät jekommen, um dä Abschleppwagen mit op dat Bild ze kriegen. Weil die Linie 11 wieder Verspätung hatte.”

“Wegen dem Kahn auf den Schienen?”

Bär: “Enä! Weil einer von den Freiwilligen aus dä ‘Kölle putzmunter’-Kolonne en dä Bahn us Jux un Dollerei de Notbremse jetrocke hätt!!

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