Beiträge vom November, 2007

Ausgabe Nr. 60

Donnerstag, 22. November 2007 15:56

Bärs Bestatterkritik Worin lässt der verblichene Fußballfan seine Asche bestatten? Natürlich in einer Urne in Form eines Fußballs, wie sie diverse Kölner Bestatter derzeit in ihrem Schaufenster stehen haben, darunter auch der wackere Christoph Kuckelkorn, der mit dem Umzug ein paar Häuser weiter in seinem neuen Beerdigungsinstitut dort nun auch einen „Domsaal“ in Betrieb genommen hat, in welchem derzeit ein „Kulturherbst“ mit allerlei erbaulichen Auftritten wie Lesungen, Gesangseinlagen etc. geboten wird. Damit kontert Kuckelkorn die „Filmnacht des Todes“, mit der sein ärgster Konkurrent Pütz-Roth das Publikum in sein „Haus der menschlichen Begleitung“ zu locken versucht. Der Inhaber von „Pietät Medard Kuckelkorn“ wiederum ist zugleich künstlerischer Leiter des Kölner Rosenmontagszuges, welcher offensichtlich einiges an Inspirationen für die kulturherbstlichen Umtriebe im Bestattergewerbe zu bieten hat. So ließ der besagte Konkurrent Pütz-Roth schon mal die Karnevalsband „Bläck Fööss“ auf seinem Firmengelände auftreten, was aber nicht allzu abwegig ist, denn wenn man einen munteren Klatschmarsch in Moll spielt, hört sich das für die kölsche Seele bereits fast wie ein richtiger Trauermarsch an.

Weniger als süffisanter Kommentar zur bestattungsrituellen Fußballurne, sondern als humoristischer Beitrag zum 11.11. war die Bemerkung von Markus Ritterbach gedacht, seines Zeichens Präsident des Festkomitee Kölner Karneval, der in der 2. Bundesliga dahindümpelnde 1. FC Köln möge doch sein Maskottchen, einen Geißbock namens „Hennes“, lieber durch einen Elefanten ersetzen, der brächte der unbeholfen über den Stadionrasen stolpernden Mannschaft vielleicht etwas mehr Glück. Wo ist nun die Pointe? Nun, es gibt offensichtlich keine. Deswegen konnte auch Herr Bär nicht darüber lachen, und Herr Bär bangt nun dem Verlauf der restlichen Karnevalssession einigermaßen skeptisch entgegen. Immerhin heimste Ritterbach mit diesem merkwürdigen Einfall in der Lokalpresse die fettgedruckte Schlagzeile „Festkomitee-Chef mobbt Hennes“ ein. Offensichtlich ist nicht das Fernsehen allein an der oft beklagten Verflachung des Karnevals schuld, sondern bereits der eine oder andere Obernarr höchstselbst.

Unfreiwillig ulkig, aber keineswegs geistreich gebärdet sich der Marketingleiter eines Möbelhauses, dessen Einfall für die Artikelbezeichnung „Speisezimmer Laura“ ja noch einigermaßen hinnehmbar ist, während der Name „Eckkleiderschrank Impuls“ jedoch schon reichlich daneben klingt und die Etikettierung einer „Küchenzeile“ als „Nobilia Sprint“ nun wirklich völlig neben der Kappe ist. Damit haben sich die Ideen des Marketingchefs freilich auch bereits erschöpft, denn bei der weiteren Auflistung des Sortiments hat es bei ihm nämlich nur noch zur Variante einer bereits längst verwendeten Bezeichnung gereicht, nämlich zur „Küchenzeile Impuls 5000“. Dagegen sind die Elefanten-Witze von Markus Ritterbach wirklich ein Kracher.

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Wie der untote Herr Bär seine Bilder erklärt III

Freitag, 9. November 2007 13:05

Freitag, 30. Nov. 2007, 21 Uhr, artclub, Melchiorstr. 14, Köln: “Wie der untote Herr Bär seine Bilder erklärt” – Vortragsperformance mit Originalen – ein erbaulicher Abend mit Herrn Bär.

Anatomie72„Herr Bär, Sie haben einen Vorteil gegenüber dem Publikum?“

Bär: „Jojo, ich weiß nämlich jetzt schon, wat ich da verzälle. Ävver dat Publikum weiß noch nit wat et da jeboten kritt“.

„Die Performance ist in drei Wochen. Haben Sie keine Angst, bis dahin den Text zu vergessen?“

Bär: „Enä! Wieso dat dann? Ich han doch da ne Souffleur en dä erste Reihe sitzen!“

„Und wenn der Souffleur den Text vergisst?“

Bär: „Dann kritt dat Publikum eine erstklassige Souffleurbeschimpfung jeboten!“

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