Beiträge vom März, 2008

Ausgabe Nr. 63b

Samstag, 22. März 2008 0:34

Nicht immer ist es sinnvoll, sich dem technischen Fortschritt zu verweigern Dies musste jener alternde Mafioso in Italien erfahren, dem es als zu unsicher erschien, seine Mordaufträge per e-mail oder mit dem Handy zu erteilen. Dass Handys leicht geortet werden können, weiß ja heutzutage auch der dümmste Kriminelle. Also –so war kürzlich einem Zeitungsbericht zu entnehmen – kaufte sich der Mafiaboss auf dem Flohmarkt eine alte mechanische Schreibmaschine („Olivetti“ war einst der berühmteste Schreibmaschinenhersteller Italiens gewesen!). Allerdings war bei dieser Schreibmaschine die Type mit dem „o“ beschädigt, d.h. immer wenn der Mafioso beim Erteilen seiner Mordaufträge ein „o“ tippte, haute die Type ein rundes Loch ins Papier. Bekanntlich enthält die italienische Sprache sehr viele Vokabeln mit „o“, etwa in „O sole mio“ oder in „Spaghetti alio e olio“, oder auch in „Mafioso“. Wenn der Auftragskiller schließlich den Brief seines Bosses in Händen hielt, war dies ein Stück Papier mit lauter kleinen runden Löchern, die aussahen wie Pistolenschüsse winzigen Kalibers. Der Auftragskiller dachte sich, der Mafioso habe eine Pistolenschuss-Marotte, doch dabei war an dessen alter Schreibmaschine vom Flohmarkt nur das „o“ kaputt.

Wie kam nun die Polizei dem Mafioso auf die Schliche? Nun ja, der Auftragskiller neigte zur Nachlässigkeit. Er warf den durchlöcherten Brief mit dem Mordauftrag einfach in der Nähe seines Opfers weg, weil er sich dachte, der Auftrag sei nun erledigt, und er bräuchte die Anweisung dazu nicht mehr. Wenige Tage später löste „Kommissar Zufall“ den Fall, als der Mafioso einen Beschwerdebrief an die Polizei schrieb: „Hiermit lege ich gegen den Bußgeldbescheid wegen Falschparkens Widerspruch ein!“ Immer da, wo ein „o“ sein sollte, z.B. im falsch geschriebenen Wort „Bossgeld“ und im ebenso fehlerhaften „Widersproch“, war ein kleines rundes Loch im Papier… Mittags saß der Leiter der Bußgeldstelle in der Kantine des Polizeipräsidiums zufällig mit „Kommissar Zufall“ am selben Tisch und erzählte: „Also, Sachen gibt’s… da hat irgendso ein Opa einen Beschwerdebrief mit einer alten Schreibmaschine geschrieben. Toll! Wann kriegt man im Zeitalter des Computers so was noch mal zu sehen?“ Und sie schwärmten nostalgisch von den guten alten Zeiten, als sie im Polizeipräsidium ihre Protokolle noch mühsam auf alten klappernden Schreibmaschinen abgetippt hatten. „Dieses Klingelgeräusch, wenn die Zeile zu Ende war, das hatte doch was Poetisches! Das fehlt einem ja bei den modernen Computern!“ – „Ja, da haben Sie recht, aber das Schriftbild! Da ist der Computer schon besser. Wir hatten damals im Kommissariat eine Schreibmaschine, da war das ‚e’ immer verdreckt, und beim ‚s’ blieb die Type immer hängen. Und bei diesem Beschwerdebrief, da ist das ‚o’ kaputt…“ – „Was sagen Sie da, Herr Kollege? Das ‚o’ ist kaputt? Hm, hm, merkwürdig… wie heißt denn der Absender des Briefes?“ Der fortschrittsfeindliche Mafioso wundert sich in seiner Gefängniszelle noch immer, wie sie ihm auf die Schliche gekommen sind…

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Bild des Monats

Samstag, 1. März 2008 14:46

“Herr Bär, was haben Sie denn da bloß gemalt?”

Bär: “Dat sieht man doch! Dat is die Schweinebucht auf Kuba!”

“Natürlich! Da laufen ja Schweine herum! Würde der Ort Pinguinbucht heißen, dann hätten Sie wohl eine Pinguinherde gemalt?”

Bär: “Enä! Auf Kuba jibt et keine Pinguine!”

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