Karl-Josef Bär

Karl Josef Bär – ein Held unserer Zeit

Im Jahre 1985 stiftete das Dreigestirn des Kölner Karnevals dem örtlichen Zoo drei Grizzlybären. Einer von ihnen wurde nach dem Prinzen Karl-Josef I. benannt.

Im Jahre 1988 brach Karl-Josef I. aus seinem Gehege aus. Er warf einen Baumstamm in den Wassergraben, der sein Gehege abtrennte, ruderte auf dem Baumstamm über den Graben und hangelte sich dann über das Geländer.

Zoologen behaupteten später, der Bär habe damit eine Intelligenzleistung vollbracht, die man bislang dieser Spezies nicht zugetraut hätte.

Karl-Josef I. spazierte durch den Zoo und begann sich rasch in der Freiheit zu langweilen. Er wollte rechtzeitig zur Fütterung wieder in seinem Gehege zurück sein, schaffte es aber jetzt nicht mehr, über das Geländer zu klettern.

Obwohl der Bär niemandem etwas zuleide tat, wurde er von herbeigerufenen Polizisten erschossen. Ein Spezialist mit einem Betäubungsgewehr war an jenem Tag in Urlaub gewesen.

Diese Begebenheit war Anlass zu einer Performance-Reihe, den Bären mittels Hypnose zum Leben wieder zu erwecken. Als Medium stellte sich hierfür ein Plüschbär zur Verfügung.

Die ersten Performances führten 1988-1993 der Kölner Journalist, Autor und Künstler Jürgen Raap und die belgische Schauspielerin Dominique Grosjean auf. Ab 1999 entwickelte Jürgen Raap in Solo-Performances ein Format, bei der Elemente der literarischen Satire, der rheinischen Büttenrede, der Dramaturgie (nicht der Technik!) der Varieté-Bauchrednerpuppe und absurd-neodadaistischer Momente zu einer neuartigen Form der Kabarett-Performance verbunden werden.

Außerdem erscheint regelmäßig ein Fanzine/Newsletter „Bär aktuell“.

In der Kölner Illustrierten und in „atelier-Zeitschrift für Künstler“ (Köln) vermochte sich Karl-Josef Bär als Kolumnist und Glossist zu etablieren.

Hin und wieder tritt Karl-Josef Bär auch als Bildender Künstler und als Prosaliterat in Erscheinung.

Der KBV-Verlag (Hillesheim) publiziert Krimis mit dem Privatdetektiv Karl-Josef Bär als Hauptfigur.

Außerdem: Der ultimative Ratgeber für die Künstlerkarriere:
Jürgen Raap – “Vom Tellerwäscher zum Malerfürsten“, atelier-Verlag Köln,
144 Seiten, 24,80 Euro, ISBN 3–9804781–5–7

Datum: Mittwoch, 5. September 2007 12:36
Themengebiet: Allgemein Trackback: Trackback-URL
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